Ist mein Hund überhaupt zugtauglich?

Familienhund
Auch ein Familienhund kann zugtauglich sein

Viele stellen sich die Frage, ob ihr eher durchschnittlich sportlicher Familienhund, der ja auch kein Husky ist, überhaupt Zughundesport geeignet ist.

Dazu kann ich erst einmal nur sagen, dass grundsätzlich eigentlich fast jeder Hund rasseunabhängig Zughundesport geeignet ist. Vorausgesetzt, er ist mindestens eineinhalb Jahre alt. Bei einigen etwas eigenwilligen Rassen wie Herdenschutzhunden und Windhunden kann das motivieren etwas aufwendiger ausfallen, aber mit einer guten Bindung ist auch hier nichts unmöglich. Bei kleineren Hunden unter 20 kg kann man zum Beispiel auch einfach mehrere  Hunde zusammen einspannen.

Hier ein Richtwert: Ein Hund kann das Drei- bis Fünffache seines eigenen Körpergewichts ziehen, trainierte Hunde sogar noch mehr. Du siehst also, dass Zughundesport sogar mit kleinen Hunderassen möglich ist, gerade wenn du auf leichtes Sportgerät achtest und du selbst nicht allzu viel wiegst. Unsere Hadhi–Dogtriks wiegen z.B. 23 kg.

Sehr wichtig ist natürlich auch der gesundheitliche Aspekt des Hundes.

Ist dein Hund stark übergewichtig, schon recht alt, hat starke Gelenkprobleme oder schon andere Vorerkrankungen kann in diesem Fall von einem Einstieg in den Zughundesport abzuraten sein. Am besten klärst du dies bereits im Vorfeld mit deinem Tierarzt ab. Ein allgemeiner Gesundheitscheck bietet sich hier im Vorfeld natürlich ebenfalls an.

Ansonsten gilt natürlich die Devise es langsam und Schritt für Schritt angehen zu lassen, um deinen Hund nicht zu überfordern und damit denn Spaß am Zughundesport gar zu verleiden oder sogar gesundheitlich zu gefährden.

Eine Grundkondition ist selbstverständlich von Vorteil und es ist ratsam, ist diese noch nicht vorhanden, sie vor einem Einstieg in den Zughundesport z.B. durch am Rad oder beim Joggen mitlaufen zu lassen, aufzubauen.

Kommandos sind wichtig, damit der Trail reibungslos abläuft
Kommandos sind wichtig, damit der Trail reibungslos aufläuft

Zudem ist es von Vorteil, wenn dein Hund den Befehl „weiter geht’s“ oder so ähnlich bereits zuverlässig beherrscht und dann weiter geht, das kann man dann nämlich später bei der Zughundearbeit darauf übertragen, dass er dann los oder weiter zieht, sodass du ihm den Befehl „Zieh“ gar nicht erst bei zu bringen brauchst. Das hat bei meinen Hunden so ganz wunderbar funktioniert.

Abkühlung ist wichtig

Außerdem ist es von großem Vorteil, wenn dein Hund bereits mit dem Element Wasser bestens vertraut ist und ohne große Probleme während des Trails ein erfrischendes Bad zur Abkühlung nehmen kann. Ist dein Hund bis jetzt eher wasserscheu, hier eine Anleitung, mit der ich meine einst sehr wasserscheue Deutschkurzhaar Hündin Ina zu einer Wasserratte gemacht habe:

Zuerst solltest du dir schwimmende Hundeleckerchen wie zum Beispiel die Ringe von der Firma „Bonzo“ besorgen, um diese dann an einer flachen nicht abfallenden Wasserstelle deinem Hund praktisch ganz knapp vor die Nase zu werfen, nun heißt es Fingerspitzengefühl und Wurfgeschick zu beweisen und deinem Hund die Leckerei exakt so nah vor die Nase zu werfen, dass er der Versuchung nicht widerstehen kann und sich überwindet ins Wasser zu gehen. So sollte es nach und nach möglich sein, dass dein Hund den Leckerchen irgendwann eifrig hinter her schwimmt.

Dir und deinem Hund viel Spaß und Erfolg beim Üben! 🙂

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